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Ordnung in den eigenen Dokumenten zu Hause – auf den ersten Blick wirkt es einfach

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Viele haben das Gefühl, dass es Zeit wäre, Ordnung in die eigenen Unterlagen zu bringen. Rechnungen, Verträge, Schreiben, Bescheide – auf Papier, als PDF, in E-Mails, auf USB-Sticks oder irgendwo in der Cloud.

Auf den ersten Blick klingt das nicht kompliziert. Man sammelt alles ein, scannt es, vergibt einen Namen und legt es ab. In der Praxis ist es jedoch selten so einfach.

Nicht immer ist die Menge das eigentliche Problem

Oft liegt das Problem nicht darin, dass es zu viele Dokumente gibt – auch wenn das durchaus Teil des Ganzen sein kann –, sondern darin, dass sie an unterschiedlichen Orten, in verschiedenen Formaten und in sehr unterschiedlichem Zustand existieren.

Manches liegt nur auf Papier vor, anderes ist eingescannt, wieder anderes nur fotografiert, und bei manchen Unterlagen ist man sich nicht einmal sicher, ob sie überhaupt noch vorhanden sind. Schon hier beginnt das Bild unscharf zu werden.

An dem Punkt „Ich scanne es einfach“ stockt es meist

Viele glauben an dieser Stelle, die Lösung gefunden zu haben. Einscannen, fertig.

Doch genau hier tauchen die Fragen auf: Wohin damit, wie soll es heißen, was gilt als endgültig und was müsste eigentlich noch überarbeitet werden.

Und dann kommen die Entscheidungen hinzu, an die man anfangs kaum denkt. Soll das Dokument per OCR durchsuchbar gemacht werden, und wenn ja, wie, damit die Suche später wirklich funktioniert. Ist es sinnvoll, Metadaten zu vergeben. Und nicht zuletzt die Frage, wie man ein Dokument so speichert, dass es auch in vielen Jahren noch problemlos geöffnet werden kann, ohne alles von vorne beginnen zu müssen.

Einzeln betrachtet sind das keine großen Fragen. Es sind nur viele davon, direkt hintereinander.

Beim Aufräumen tauchen neue Themen auf

Das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Während man Ordnung schafft, stellt man fest, dass ein Dokument zwar vorhanden ist, aber unvollständig, ein anderes doppelt existiert, ein drittes schlecht lesbar ist und bei einem weiteren nicht klar ist, ob es überhaupt noch benötigt wird.

Die Arbeit wird dabei nicht weniger, sondern verändert sich. Neue Entscheidungssituationen entstehen.

Es ist nicht nur eine technische Aufgabe

Ordnung in den eigenen Dokumenten bedeutet nicht einfach, Dateien zu erzeugen. Es geht darum, was als wichtig gilt, was zusammengehört, was später schnell auffindbar sein soll und bei welchen Unterlagen es reicht zu wissen, wo sie liegen.

Das ist weniger eine Frage der Technik als eine Frage der Herangehensweise.

Hier geht oft der Schwung verloren

Nicht weil es besonders schwer wäre, sondern weil sich alles aufsplittert. Ein bisschen scannen, ein bisschen benennen, ein bisschen sortieren – und dann wird es auf später verschoben.

In solchen Momenten läuft das Aufräumen nicht falsch, sondern bleibt einfach stehen.

Nicht perfekt, aber konsequent

Zu Hause braucht es kein professionelles Archivsystem. Ohne Konsequenz kann Ordnung jedoch schnell wieder auseinanderfallen. Wenn man jedes Mal anders entscheidet, steht man nach ein paar Monaten wieder am Anfang – nur mit mehr Dateien.

Warum wir uns mit diesem Thema beschäftigen

Weil oft nicht die Werkzeuge fehlen, sondern der Aufbau und die Übersicht eines logischen Systems. Ordnung in den eigenen Dokumenten ist keine einzelne Aufgabe, sondern eine Kette vieler kleiner Entscheidungen.

Dafür braucht es natürlich passende Geräte und Software, doch allein lösen sie das Problem nicht. Die Reihenfolge der Entscheidungen, die Konsequenz und das Verständnis dafür, warum man etwas auf eine bestimmte Weise macht, sind mindestens genauso wichtig.

Und diese Entscheidungen sind am Anfang nicht immer klar. Häufig merkt man erst im Laufe des Prozesses, wie man hätte beginnen oder wie man sinnvoller hätte benennen sollen.

Ein Gedanke zum Schluss

Ordnung in den eigenen Unterlagen ist möglich. Sie ist jedoch selten so einfach, wie es zunächst scheint.

Viele bleiben genau an dem Punkt hängen, an dem fast alles erledigt wäre, das Gesamtbild sich aber nicht zusammenfügen will.

Dann wird deutlich, dass Ordnung nicht dadurch entsteht, dass man einfach anfängt, sondern dadurch, dass man von Beginn an eine saubere Grundlage schafft und anschließend in die richtige Richtung weitergeht.

PDF/A – langfristig gedacht

PDF/A sorgt dafür, dass Dokumente auch in vielen Jahren noch zuverlässig geöffnet werden können – ein wichtiger Baustein für die Archivierung.

 
 
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